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Welpenerziehung

Retos Welpen-Wackelvideos, sie wackeln,
aber sie zeigen auch, was in diesem Alter an Erziehung und Verständigung normal ist, was spielerisch und v.a. durch artgerechten Umgang im Alltag ohne Box, Leinen und Folterli möglich ist.
Bitte bedenken sie hier auch dass Reto ein Zweithund ist und
achten sie darauf dass er SEINE Befehle erkennt und umsetzt, nicht die von Ida.
Reto kam vom ersten bis zum heutigen Tag immer ohne Ausnahme auf Zuruf.
Von der 8.Woche an.

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Wem die Galerie zu schnell die Bilder wechselt:
mit dem Körser reinfahren, dann stoppt die Diashow.
Ihr könnt dann einzelne Bilder weiterklicken.

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Reto lernt, wann gespielt wird, es wird ausgiebig gespielt und er lernt wann das Spiel beendet ist Das ist DIE Welpenübung schlechthin. Der Welpe der das lernen durfte,  kann später, wenn er genügend Konzentrationsfähigkeit hat, jeden Befehl ausführen und es auch wollen. Der neue Befehl ist dann eine reine Kommunikationsaufgabe. Das Spiel ist hier NICHT die Belohnung für die harte Arbeit. Reto hat an beidem gleichviel Freude.

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Reto ist jetzt 11 Wochen, er differenziert ohne Mühe seine Befehle und die Befehle Idas.
Wir haben Distanzen von bis zu 200m aufgebaut. Reto fühlt sich pudelwohl dabei. Er kann die Distanzen alleine oder auch zusammen mit Ida halten, das gemeinsame Rennen mit Ida macht natürlich sehr viel Spaß. Auch ein Wechsel von Sitz auf Platz ist zu diesem Zeitpunkt möglich, auch ALLEINIGES abrufen eines Hundes. Zu diesem Zeitpunkt bin ich ca 50/50 mit Reto oder mit beiden Hunden unterwegs. Ida dankt es mir, sie weiß wo ihre Erziehungsaufgaben sind und wo sie enden. Wer bereits in dieser Zeit mit seinem Welpen arbeitet entwickelt mit ihm früh und für immer, das Interesse an gemeinsamen Aufgaben, Spiel und Erziehung. Lassen sie sich das nicht nehmen und überlassen sie die Welpenerziehung auf keinen Fall ihren Kindern.

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Hier der Wechsel von Sitz und Platz auf Distanz.
Kein Problem, macht ja allen Spaß.
Reto hat es über Körpersprache vermittelt bekommen, Sie werden auch sehen, dass ich ihn weder berühre noch dümmlich lobe. Wenn er einen Befehl ausführt bleibe ich ruhig und konzentriert. Die Nachricht ist: alles ist in Ordnung, wir sind konzentriert im Befehl. Das Spiel zeigt das Ende der Aufmerksamkeitsspanne an, sie sehen dass meine Hunde auch danach den Kontakt suchen.

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Der Lebensvertrag

 

Wer einen Welpen zu sich nimmt unterschreibt in der Welt der Hunde einen Vertrag auf Lebenszeit.
Wer einen Welpen zu sich nimmt verpflichtet sich ein Hundeleben lang die Regeln der Natur und der Hunde zu achten und zu respektieren.
Wer einen Welpen zu sich nimmt verpflichtet sich ein Hundeleben lang auf alles menschliche und vermenschlichte zu verzichten, das dem Hund auch nur den geringsten Schaden zufügen könnte.

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Ein Hundeleben lang heißt 24h täglich. An allen Tagen der Woche in allen Monaten des Jahres und alle Jahre, die man mit dem Hund verbringt.
Die Welt des Hundes geht vor, denn nur der Mensch kann sich auf die andere Seite begeben.
Dies heißt für den Menschen unter anderem.
Den Hund aus Respekt niemals aus der Hand zu füttern.
Den Hund niemals in fremde Hände zu geben.
Den Hund niemals fremden Befehlen auszusetzen.
Niemals einen fremden Hund bei sich aufzunehmen.
Den Hund immer zu intergrieren, denn das ist die einzige Arbeit die er noch bekommt.
Immer aus Respekt vor seiner Welt konsequent mit ihm umzugehen.
Ihm immer ein guter Chef zu sein.
Auf Flugurlaube außerhalb von Europa zu verzichten.
Auf Hundepensionen zu verzichten.
Ihn so an sich zu binden dass er frei laufen kann.
Ihn konsequent zu einem Hund zu erziehen, der als Hund unter Hunden frei sein kann.
Seine eigenen Bedürfnisse niemals dem Hund aufzubürden.
Alles zu tun, damit der Hund seinen Charakter voll entwickeln kann. Dazu gehört vor allem seinen Dienst in das Rudel einbringen zu dürfen.

Der Hund hat das Recht alle Fragen zu stellen, die ihm in den Sinn kommen, alle Reifeprozeße hindurch.
Der Mensch hat die Pflicht, alle Fragen konsequent und ohne Ausnahme zu beantworten.

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Welpenerziehung

Welpenerziehung ist einfach und nichts macht mehr Spaß als einen jungen Hund in die Familie aufzunehmen.
Nichts ist spannender. Alles was er eröebt und wahrnimmt macht er das erste mal. Alles was wir mit ihm machen bleibt für sein Leben lang so.
Es ist so spannend, den jungen Hund kennenzulernen, es ist so erfüllend ihm seine Welt zu zeigen, mit ihm auf Entdeckungstour zu gehen, ihm seine Befehle, die ihm den Weg im gemeinsamen Leben zeigen werden, das erste mal zu sagen. Ihm jetzt zu zeigen wann etwas ein Spiel und wann etwas ein Befehl ist.
Ein gesunder Welpe ist voller Neuguer und Tatendrang, er will alles ausprobieren, spielerisch erkunden, er ist voller Vertrauen in uns und unsere Welt, wie Menschen-Kinder eben auch sind. Unsere Erziehung muß beim Hund deshalb viel in Richtung Ruhe und Konzentration gehen, wir müßen die Umwelt für den Hund filtern.
In der Hundewelt ist alles für den Hund interessant und zugängich. Die Alten lassen auch alles zu, solange es nicht gefährlich ist. Gleiches gilt für uns Menschen. Der Hund darf alles untersuchen, ausser es ist für ihn gefährlich (Stromkabel) oder etwas das ihn nichts angeht (meine Bücher, seine Art zu lesen bekommt ihnen nicht und ich möchte gerne selbst darin lesen). Ein junger Hund muß früh lernen, es auch mal gut sein zu lassen.

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Lassen sie auch ihre Kinder nicht ungehemmt mit ihm verkehren, rufen sie den Welpen auch aus dem Spiel von Kindern und Welpen heraus, das geht einfach, wenn man es dem Welpen auch zutraut. Es ist zu seiner sozialen Orientierung wichtig.

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Ich kenne das Märchen von: das Überfordert die Welpen. Wenn sie artgerecht handeln, überfordert es die Welpen eben nicht. DAs kann jemand der Welpen nie artgerecht erzogen hat natürlich nicht verstehen, weil es für ihn völlig ausserhalb seiner Handlungsmöglichkeiten ist. Alle meine Welpen aber, sind immer gerne aus den Spielen zu mir gelaufen. Sogar meine kranke Panikida.

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Eine sehr schöne Spielübung für den Kleinen sehen wir in Eberhard Trumlers Film „Das Jahr des Hundes“. In diesem Film sehen sie wie ein Hunderudel die Welpen erzieht.
Der Welpenonkel spielt und tobt mit den Kleinen mit.
Raufen, laufen zerren, sind natürliche Spiele die transent also Ordnungsstiftend sind.
Mittendrin hält er den Kleinen unter der Pfote fest, der Kleine tobt, der Alte grinst. Als das toben aufhört und der Kleine die Pfote und die Kontrolle des Älteren akzeptiert, lüpft der alte die Pfote wieder an und spielt weiter. Eine ganz wunderbare hochsoziale Lektion, die dem Kleinen völlig ohne Angst, soziale Kontrolle zeigt. Sie zeigt ihm, dass, wenn er die Kontrolle (Pfote) akzeptiert, die Welt für ihn wundervoll sein wird und er unter seinesgleichen niemals etwas zu befürchten hat. So ein Hund wird niemals scheu reagieren, denn er weiß dass seine Sozialpartner seine Distanz unterschreiten OHNE ihm Übles zu wollen, es bedroht ihn nicht, auch in der „Disziplinierungsmaßnahme “ nicht.
Er ist aus dem Notprogramm von Scheu und Aggression heraus.

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Die Nachricht von Hund zu Hund ist immer: wir gehören zusammen.
Es gibt natürliche Mechanismen, fern von Lob und Strafe, die Hunde zusammenschweißen, sowohl spielerische als auch aggressive. Angst voreinander ist Hunden unbekannt.
Wer glaubt, dass Hunde oder Wölfe so asozioal sind, dass sie sich am Nacken packen um sich gegenseitig totschütteln, hat sich nie mit dem Wesen und der Seele des Hundes auseiunandergesetzt.
Das ist lediglich Panikmache der Menschen die sich die Tierwelt mit einem Angst und Belihnungssystem erklären wollen, beides ist nicht existent und beides ist eine kranke Sicht der Welt. So kann die Welt nicht sein, denn das würde heißen: Vertrauen und Respekt sind an Belohnung geknüpft. Wie dumm. Belohnung in einer Familie schafft narzistische Störungen, das lernt jeder Pädagoge bereits im ersten Semester.
Sollte es zu aggressiven Maßnahmen kommen, die selten und gegenüber von Welpen noch seltener sind, haben die Maßnahmen je nach Situation eine spezifische Bedeutung.
Niemals dürfen sie aber vergessen, dass sich Jagdverhalten im Sozialverhalten wiederspiegelt. Die Bedeutung ist nur verschoben.
Was bei einem Beutetier ein Tötungsvorgang ist, ist es deshalb noch lange nicht bei einem Artgenossen UND SCHON GAR NICHT INNERHALB DER FAMILIE!.
Eine aggressive Handlung, die nach aussen gleich aussieht, kann, je nach sozialem Kontext unterschiedliche Bedeutung im Tierreich haben.

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Die Hauptfrage bei Hunden ist: Artgenosse oder nicht und danach Familienmitglied oder nicht. Erst wenn die Situation danach bewertet ist, kann man weiter nach der Bedeutung des „Nackenpackens“ suchen.
Welche soziale Rolle nimmt der packende, welche der gepackte ein, wie verhält es sich gerade grundsätzlich in der Familie.

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Sie sehen wie komplex die Bewertung einer sozialen Handlung, egal ob aggressiv oder nicht ist.
Die Anzahl der Kommunikationsparameter ist geringer, aber sie sind von komplexer Bedeutung.
Einmal bedeuten sie dies, das nächste mal jenes, je nachdem wie die anderen Kommunikationsparameter geschaltet sind.
Sind denn alle von Sinnen, dass sie von Hunden denken, sie würden sich tatsächlich familienintern ermorden wollen?
Hunde töten Hasen, aber keine Hunde, das wäre so als hätten sie Angst aus dem Haus zu gehen, weil ihr Nachbar sie erschießen könnte, sie wissen dass er das nicht tun wird wenn er gesitig gesund ist und genaus so ist das unter Hunden auch. Jedes bewaffnete Tier hat auch die Hemmmechanismen die mit der Bewaffnung einhergehen müßen angeboren.
Ein Hund KANN den anderen gar nicht töten, weil dieser ihn jederzeit stoppen kann. Das gleiche gilt für Adler, Raben und jede Spezie dieser Welt.
Von was für Menschen sind wir umgeben, dass so ein Gedanke überhaupt entstehen kann?  Menschen die den Hemmmechanismus nicht spüren wenn das Gegenüber die Hände hochhebt und den Nacken beugt?
Wie wenig Qualifikation hat ein Trainer, der so einen absoluten Irrsinnsgedanken an seine Klienten weitergibt?

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Das ist pures Laientheater von der Disziplinierungsrosi und dem Nackenschüttelschorsch. So etwas ist in einem gewachsenen natürlichen Rudel nicht drin. Hunde sind sich so nah und so sehr miteinander verbunden, eine Tötung würde heißen: der andere muß krank sein.
So platt  wie es uns heutzutage aufgedrängt wird, denkt die Natur nicht.
Sie können Tierverhalten NIE nach Schema F bewerten.
Grasfressen kann kommunikative Beuteaufnahme oder einfach Grasfressen sein. Schwanzwedeln Freude oder Aggression oder schlicht Affekthandlung.

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Sollte es einen Hund geben, der einen Welpen totschüttelt, wäre er so asozial, das DIESER mit Sicherheit aus der Gemeinschaft ausgeschlossen wäre.
Mein Rüde hat sich einmal in eine ungerechtfertigte Disziplinierung eines verzogenen Erwachsenen einem Welpen gegenüber eingemischt.
Der Welpe hat signalisiert: „es ist gut ich hör ja auf“, der andere hat asozial weiter zugepackt.
Tja das läßt ein sozial sicheres Tier wie mein Rüde nicht zu, so wenig wie sie es zulassen würden, wenn 5 Jugendliche einen Großvater bestehlen. Natürlich würden sie einschreiten. Und so hat mein Hund es auch getan. Er hat ihn am Nacken gepackt um ihm zu sagen dass er zu weit gegangen ist.
Ihn töten? Niemals. Nacken packen kann eine hochsoziale Handlung sein. Meinen Rüden zu stoppen: furchtbar einfach, einfach nachgeben und er hört auf, er ist ja ein gesunder, sozial und artgerecht erzogener Hund.

Der Junge Hund unter der Pfote im Spiel, lernt etwas ganz anderes, er lernt zum einen: Gemeinsam sind wir stark, zum anderen wächst so, früh der Willen, auch einmal so stark zu werden und er wird sich bemühen es auch zu werden. Er wird den Pfotengeber bewundern und ihm nacheifern.
Ich kann mich selbst als Kind an solche Situationen erinnern und welche Wirkung sie auf mich hatten. Danach will man eines: dabei sein.
Eine kleine Übung, mit sehr großen Auswirkungen auf die Entwicklung des Jungen.

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Es ist wundervoll einen Welpen auf sich zu beziehen und das schönste daran ist, dass ein junger Hund bereits alles kann und weiß und er es uns mitbringt und schenkt. Ein junger Hund, der mit der 8. Woche aus dem Wurf gelöst wird, läuft uns automatisch hinterher, wir brauchen also nur dann eine Leine, wenn es gefährlich werden könnte, wenn der Jungspund sich ablenken läßt und in seiner verspielten Art einfach losrennt.
Natürlich gewöhnen wir ihn an Halsband und Leine damit er nicht noch auferegter wird, wenn es in die große weite Welt hinaus geht. Ein gut gezüchteter Hund hat aber keine Angst, er wird nur sehr neugierig sein.
Ein Hund der jetzt die Möglichkeit erhält uns nachzulaufen, wird das auch den Rest seines Lebens gerne tun.
Wer jemals ein Fohlen bei seiner Mutter gesehen hat, weiß wie sehr die Bindung an den Lebenserfahrenen ist. Die Nähe wird nicht aus Angst gesucht, sie wird aus dem unerschütterlichen Vertrauen gesucht, das ein junges Tier in seine Familie und die Welt an sich hat.

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Welpenerziehung unterscheidet sich an einigen Punkten enorm von der Erziehung eines Junghundes oder erwachsenen Hundes. Es gibt nicht den Hauch eines hinterfragens von Rangordnung, das kommt erst nach dem Zahnwechsel. Ein Welpe will nur wissen, wo er gelandet ist, wer welche Verantwortung trägt und wer in der Familie Chef ist. Seine Tests sind eher spielerischer Natur und jeder Mensch, der Gespür für andere Lebewesen hat, kommt mit einem Welpen sehr gut klar. Das Testprogramm des Welpen, mit dem er völlig pragmatisch seine Familie scannt, ist ihm angeboren und für die Zeit der 8. bis 12. Woche programmiert. Wer den Hund jetzt mit einem Kind verwechselt wird im Scan mit einer sozialen Zuweisung identifiziert, die es ihm nicht ermöglichen wird, den Hund zu erziehen und Respekt und Vertrauen aufzubauen.
Wer einen Welpen hat, der an den Regeln der Erwachsenen desinteressiert ist, hat einen eklatanten Fehler begangen. So etwas zu reparieren hat mit Erziehung nichts mehr zu tun und ich werde ihnen dabei auch nicht helfen, gehen sie dazu bitte in eine Hundeschule, die fühlen sich dazu berufen, die werden mit den Folterlis vor ihrem Hund herumturnen und ihren Dressurunfug veranstalten, bis sie im Alter von einem Jahr einsehen, dass es keinen Sinn hat und sie schlicht der verkehrte dazu sind einen Hund zu halten. Lassen sie es dann lieber.

Wer einen Welpen artgerecht erzieht, wird auch seine Erziehungsmaßnahmen und Kontrollübungen in einem sehr angenehmen Maß halten können, mit der richtigen Einstellung weiß ein Hund JEDEN Alters ob sie ihn Ernst nehmen oder nicht. Ich habe sehr schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht, die nicht dazu bereit waren, sich Welpen gegenüber als Erwachsene zu benehmen.
Die Welpen geraten aus der Spur, die Menschen brauchen Leinen, Schleppleinen, Hundeboxen um die Hunde davon abzuhalten von ihnen wegzurennen. Wenn die Hunde dann erwachsen werden, gehen sie auf die Pirsch rennen den Hasen und Rehen hinterher und genau dann wird Mutti aktiv.
Genau dann kommen die ach so lieben Leute sie zu mir, weil sie denken ich sei ein Hundetrainer, genaus DIESE MENSCHEN, genau die scheinheiligen Welpentütüvertüddler, schreien, wenn der Hund im Alter von einem Jahr Schwierigkeiten macht weil er keinen Erwachsenen hat, der für ihn zuständig ist, nach dem Teletakt, dem Stromhalsband, der Zwangsmaßnahme, dem Hundevermöbeln, dann plötzlich soll die Kandarre hart angezogen werden. Wenn Mutti dann Kontrollverlust hat wird sie zur Bestie.
Werter Leser sollten sie zu dieser Kategorie gehören: seien sie sich versichert, ich werde ihnen nicht dabei helfen ihrem Hund weh zu tun um ihn zu bestrafen. Das gibt es bei mir nicht. Strafe existiert in der Natur so wenig wie Belohnung.

Sie werden es bei mir von der Pike auf erlernen müßen.  Sie werden lernen müßen mit einem Tier zu kommunizieren und es ernst zu nehmen. Wenn sie das nicht wollen, gehen sie bitte in genau die zertifizierte Hundeschule die ihnen den Käse eingeredet hat mit dem sie ihren Hund versaut haben. Die werden dann nach dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche, den Hund erst desorientieren vor lauter Futter reinstopfen und ihn danach „therapieren“, die meisten die heute vom Veterinäramt lizensiert sind ihre Hunde zu erziehen, denken und handeln so.
Aber lassen sie mich damit in Ruhe. Vor allem wenn sie denken, sie könnten die Welt auf den Kopf stellen und sie müßten sich nicht an Mutter Natur halten und ihre Rhythmen, wenn sie glauben sie könnten Hunde und Welpen aus aller Herren Länder bei sich beherbergen und dann ohne artgerecht und ohne große Autoritätsprobleme ihre Hunde erziehen. Dazu müßen sie sich aber an die Prozeße halten, die von der Natur vorgegeben sind. Ich habe keine Lust darauf  Welpen auf den Rücken zu legen und allerhand Zwangsmaßnahmen anzuwenden, nur weil der Klient dachte für genau ihn würden die Gesetze der Natur nicht gelten.
Ich habe nicht Pädagogik studiert um ihren Welpen am Kragen zu packen. Sie müßten sich halt an die Vorgaben der Natur halten, dann ist das gar nicht nötig. Wenn sie das lernen wollen, sind sie herzlich willkommen. Wenn nicht … wie gesagt es gibt Hundeschulen und Hundetrainer die glauben sie hätten mit der Lizenz auf das Recht an Hunden rumzuwursteln auch die Befugniss die Welt auf den Kopf zu stellen und sie einfachen Schwarz-weiß Mustern zu unterwerfen. Ich helfe niemandem dabei seinen Welpen zu erziehen, wenn er nicht bereit ist seine Kinder aus der Erziehung herauszulassen, wenn er nicht bereit ist einen Welpen mit 8 Wochen von einem seriösen zu Hause zu sich zu holen. Wenn er nicht bereit ist seinen Platz im Familienrudel einzunehmen. Das ist schlicht nicht mein Beruf.
Sie sehen die kleinen Filme mit meinem letzten eigenen Welpen Reto, der mußte sich im ersten Jahr nie irgendeiner Zwangsmaßnahme unterziehen, weil er mit und zu Respekt und Vertrauen erzogen wurde. Das und nichts anderes ist mein Beruf.
Es geht um soziale Sprache, wer sozial nicht kompetent ist, bekommt von mir auch keine Unterstützung dabei seine Inkompetenz einem Welpen einzudisziplinieren. Wer inkompetent in sozialen Bereichen ist, sollte sich schlicht eine Katze halten, der ist die Inkompetenz egal.
Noch einmal: Ich bin keine Hundeschule, sie können nicht zu mir kommen und sagen: Ich hab da einen Problemhund. Das interessiert mich nicht, das ist nicht mein Metier.

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Zurück zum Scanprogramm des Welpen.
Wollen sie ein Beispiel lesen was ich damit meine?
Sie sagen zu ihrem Welpen das Wort „Sitz“. Der Kleine kennt das Wort bereits. Er setzt sich halb hin und plötzlich hat er eine Idee. Das Scanprogramm sagt ihm: „Mach das nicht einfach, sei nicht dumm du mußt für später vorsorgen. Wenn du jetzt von dem der Sitz gesagt hat Nähe bekommst ist es der Falsche um einen Befehl auszusprechen, er ist RAngniederes Rudelmitglied. Halte dich nie an Rangniedere, sie haben keine relevanten Informationen für dich.“
Der Welpe testet sie also indem er an ihnen hoch springt. Die Regel in der Hundewelt besagt, im Verhaltencodex ist verankert: Befehl ist Distanz, in physischer Berührung ist kein Befehl möglich. Der Ranghohe, hat die überlebenswichtigen Nachrichten für alle Familienmitglieder.Kannst du den, der dir einen Befehl gibt berühren, ist es a- kein Befehl, das Wort wird damit irrelevant für die soziale Ordnung, b- ist der berührte kein Ranghohes Mitglied der Familie und damit per se nicht berechtigt Befehle auszusprechen.
Der Welpe testet wie das Scanprogramm es vorschlägt, springt anstatt sitz zu machen an ihnen hoch. Das ganze geht innerhalb einer Sekunde und von ihrer Reaktion hängt jetzt enorm viel ab. Sind sie gut informiert und kennen das Welpen-Familien-Sozialscan- Programm, verwehren sie dem Welpen/Fohlen sofort über eine dominante, weil ranghohe Handlung die Nähe.
Wenn sie die Wichtigkeit des Hochspringens innerhalb des Verhaltenscodex von sozialen Tieren erkannt haben, sorgen sie sofort beim allerersten mal bis zum Rest des Lebens des Hundes dafür, dass er sie nicht mehr hinterfragen wird und Worte aus ihrem Mund in Zukunft und lebenslang Befehle sein können.
Das gibt einem jungen Tier in seiner Orientierungsphase enorme innere Struktur und Verhaltenssicherheit.Denn AUF DIESEN PARTNER IST VERLASS. Kontrolle von dieser Seite führt immer zu Wohlbefinden und Vertrauen. Zu Freude und innerem Glück.
Sind sie in der Modeschule der IHK Trainerin gelandet wird die ihnen sagen : „Auf keinen Fall den Welpen verunsichern, ein freundliches Lächeln aufsetzen, den süßen Kleinen jetzt nicht in Angst versetzen,  auf  keinen Fall Nein sagen, das traumatisiert das Baby, lassen sie ihn gewähren, loben sie den Kleinen, schließlich sucht er Bindung zur Mutti. Er ist ja noch sooooo klein. Ei Feinnn issa. Tja ein Zertifikat macht eben keine Qualifikation.
Wer so mit einem Welpen umgeht wird mit 9 Monaten die Schleppleine brauchen und mir ab einem Jahr zurufen „ist das ein Rüde oder eine Hündon?“ Weil Rüden mag er nicht der Balou.

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Lassen sie sich nicht im Befehl vom Kindchenschema leiten, das können sie im Spiel und im Freilauf zur Genüge tun.
Da gehört es hin und da ist dann Freude statt Spaß im Spiel und Respekt statt Unsicherheit im Befehl. BEides, Nähe UND Distanz werden hohe Qualität haben. Wirklich achten und lieben wird ihr Hund sie nur dann wenn sie klar im Kopf sind und sich einem Hund gegenüber als Erwachsenener outen. Aus der Ebene des Kindes heraus kann ein Hund auch wenn er Welpe ist nichts mit ihnen anfangen und sie stressen ihn völlig unnötig.
Kinder dürfen mit dem Hund spielen, werden aber von Anfang an auf ihre eigene soziale Rolle – Kind- reduziert. Keine Befehle aus dem Mund des Kindes. Das ist Hundegesetz.

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Wir dürfen sie nicht mit Menschenkindern verwechseln und dürfen niemals denken, sie seien dumm.
Die Grundregel ist: Nähe und Distanz wird von uns bestimmt.
Die zweite Grundregel ist: Befehl und Spiel wird von uns bestimmt.
Die dritte Grundregel ist: zum Kommunikationsaufbau müßen wir die genetisch vorgegeben Grundtabus installieren.
Die Grundtabus beinhalten:
Territoriale Tabus: Lagerplätze der Ranghohen (Sofa, Sessel,Bett Fahrersitz)
Beutetabus: Alles was fressbar ist, egal wo es sich befindet, alles was auch nur im entferntesten als Beute angesehen werden kann, bedarf der Freigabe durch die Familie. (Futter, Spielzeug, Maus, Vogel, alles was am Boden liegt).

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Andere Tabus sind reine Rudeltradition, wenn sie also der Ansicht ist ihr Welpe darf die Vorhänge als Beuteersatz benutzen: Meinetwegen, ihr Probem. Wenn sie ihn in ihr Bett lassen: Sofort aufhören sie werden immense Kommunikationsschwierigkeiten bekommen. Eine funktionierende Rangordnung bekommen sie so niemals Zustande. Das wäre als wenn sie alle Vokale weglassen und noch einen verständlichen Satz sagen wollen.
Ds kmmt mr zmlch schwrg vr.
(setzen sie a, o, i, ie, i ie, i, und das o an die richtige Stelle)
Wenn sie dann noch zulassen dass ihr Welpe einen Befehl auflöst, kommt noch lispeln und stottern dazu. Kommunikation wird dann unmöglich.

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Der Rest der Welpenerziehung ist reine pure Freude. Jeder Mensch der Lust und Freude an seiner Umwelt und Natur hat, kann jetzt auf große Abenteuertour gehen. Ich gehe voran, du kommst mit. Wir spielen und ich zeige dir deine Befehle. So lange wie du eben kannst.

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Befehle und alles was wir vom Hund wollen übermitteln wir konsequent mit den Worten die auch den Rest des Lebens gültig bleiben. Die wahre Bedeutung, die Bedeutung die das soziale Leben für immer bestimmen wird, wird jedoch durch Körpersprache vermittelt.

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Körpersprache für einen Welpen, wenn es um Grundvereinbarungen Sitz, Fuß, Platz, Hier, Komm, Spiel, Aus, Pfui und später Fuß geht, ist sehr einfach zu erlernen. Diese Grundvereinbarungen existieren in jedem Hunderudel und in jeder Herde Pferde auf diesem Planeten. Die Körpersprache zum Vermitteln dieser Vereinbarungen ist genetisch gegeben und muß vom Tier nicht erlernt werden. Es ist kein kognitiver Vorgang notwendig, keine Konditionierung. Dr Hund lernt nicht durch einen Reifen zu springen, er lernt etwas mit uns zu vereinbaren, was er immer vereinbaren würde, unabhängig davon mit wem er lebt.

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Abstraktes wie Handzeichen oder Folterli geben, hieße nur, die dem Hund so wichtigen sozialen Nachrichten die mit den Befehlen verbunden sind in‘ s lächerliche, in’s spielerische zu ziehen. Wir berauben ihn seiner sozialen Einbindung und machen ihn zum Menschenspielzeug. Auch gehört das Lob nicht in die Befehle, dort bleiben wir immer ruhig und konzentriert.
Berührungen und oder Lob, lösen die Befehlsebene auf, wir stressen den jungen Hund zuviel. Bleiben also in zumutbarer Länge im Befehl und geben dann immer von unserer Seite wieder das Zeichen für Freilauf oder Spiel.
Das Spiel ist nicht die Belohnung für die Arbeit, es ist nur das Zeichen für das Ende des Befehls.
Rangordnung zieht sich auch durch die Autoritätsebene Spiel. Befehl und Spiel machen einem Hund demnach gleich viel Freude und sie sind gleich wichtig.

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Die allererste Übung die wir mit unsere Welpen ist folgende:
Wir fahren vom Wurf weg und halten an der nächsten großen Wiese an.
Wir lassen den Welpen frei und laufen los.
Der Welpe läuft uns weil er ein Welpe ist nach.
Nach ein paar Metern gehen wir in die Hocke und drehen uns zum Welpen. Das dazu gesprochene Wort ist in VÖLLIG NORMALEM TONFALL!!!!!!!!!. Hier.
Jeder psychsich und physisch gesunde Welpe der Welt kommt jetzt auf uns zugelaufen, in seiner DNA ist die Nachricht, was es bedeutet wenn ein Sozialpartner eine Dominante Haltung aufgibt, (wir gehen in die Hocke und nehmen dadurch den Oberkörper herunter, sie dürfen sich NICHT nach vorne beugen), es bedeutet: du darfst jetzt herkommen. Wir können ihn freudig begrüßen mit ihm rumtoben, mitten drin mit dem Wort Aus das Spiel beenden und wieder weggehen.
Bereits beim dritten oder vierten mal, können wir wenn der Welpe auf uns zugelaufen kommt aufstehen, kurz bevor er uns erreicht hat. Der Kleine wird nicht an uns vorbei laufen, er wird neugierig sein, sich hinsetzen. Dann spielen wir wieder. Mein Wort dafür ist „Auf geht’s“.

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Welpenerziehung ist dann erfolgreich, wenn der Hund Spiel und Befehl differenzieren kann und akzeptiert, dass sie vom lebenserfahrenen bestimmt werden.
Wenn ein Welpe uns die Scharniere für die Türen in die Autoritätsebenen kontrollieren läßt und die genetischen Grundtabus geklärt sind, kann nichts mehr schief gehen. Diese Basis reicht für den Rest des Lebens.

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Eine kleine, feine Übung, die dem Watz am ersten Tag schon klar sagt an wen er sich zu halten, hat, die spielerisch und über Laufen Kontakt und Bindung aufbaut. Wir können lange Ruhe – und Spielpausen einbauen.
In meinen Videos seht ihr die Spielzeuge an Schnüren, die ich immer mit dabei habe um Spiele zu initiieren und sie auch wieder abzubrechen. Machen sie ausgiebig Laufspiele, Raufspiele und Zerspiele mit ihrem Welpen. Es sind soziale, transente Spiele, die Bindung und Ordnug schaffen. Der rote Faden der sozialen Rollen wird hier weitergesponnen und geht Nahtlos in den Freilauf über.

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Welpenerziehung beginnt in dem Moment, in dem sie Ihren Welpen (idealerweise im Alter von 8 Wochen) vom Züchter holen.

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Es beginnt mit einer zweitägigen Eingewöhnungsphase, in der man dem Welpen alles, was zu Haus/Wohnung und eventuell Garten/Gelände/Stall/Werkstatt/Auto gehört, zeigt.  Besuch kommt später.
Wir zeigen ihm das, was in der Übersetzung in die Hundewelt der Lagerplatz des Rudels wäre. Wir stellen uns als Familienrudel vor

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Bereits vom ersten Moment an, wird dem Neuankömmling gezeigt, was seine Bereiche sind und was nicht. Kommt der Hund aus einer guten Zucht, sind ihm z.B. TAbus bereits bekannt (sie werden von den alten Hunden vermittelt). Dem Kleinen wird gezeigt wo er sein Geschäft verrichten darf und wo nicht. Dass er keinen Zugriff auf Futter hat etc.

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Lassen sie sich bei der Welpenauswahl auf keinen Fall von Mitleid leiten, dazu ist die Entscheidung zu schwerwiegend. Wählen sie mit Bedacht und mit Herz. Sie müßen 12 Jahre mit dem Tier verbringen.
Ein Hund der unter dem Dach des VDH gezüchtet wurde ist mittlerweile keine Empfehlung mehr wert. Sie können sich das Geld, das dieser Verband von ihnen beim Kauf der Welpen haben will gerne sparen.
Für mich persönlich ist der VDH sogar ein Ausschlußkriterium. Ich kann mit Hunden die unter den Prämissen des VDH gezüchtet wurden nichts anfangen, sie sind in meinen Augen chique Verkaufsware. Ich will mit meinem Hund aber 12 Jahre etwas unternehmen, brauche ihn robust, kernig, gesund und geistig belastbar. Er soll in der Arbeit nach vorne gehen ohne durchgeknallt zu sein, er muß auch in Extremsituationen furchtlos UND führbar sein. Wie er aussieht ist mir egal. Beim VDH weiß ich lediglich wie der Hund aussieht, der Rest wird nach Haus- und Gutsherrenart entschieden, kein Mensch kann ihnen sagen ob diese Hunde ihren Anforderungen genügen. Der Standardspruch ist: man kann nicht hineinschauen und das ist natürlich Unsinn. In Hundegenetik kann ich natürlich hineinaschauen. Ich kann die Elterntiere ach Herz und Nieren prüfen und aussieben was Extrembedingungen nicht aushält. Und wie man hineinschauen kann. Mann muß es nur wollen und vielleicht einmal auf das Geld verzichten das ein Wurf Welpen bringt. 20.000.- sind da nämlich keine Seltenheit.
Was glauben sie warum von heute auf morgen, statt Labradoren Labradoodle und Ridgeback in der Zeitung inseriert sind? Weil der VDH bemerkt hat dass das bessere, robustere Hunde sind? Oder etwa weil es ein neuer Konsumtrend ist sich entweder einen süßen Trottel oder ein Machogefährt zuzulegen. Für Mutti den 500er Labadradoodle, für Papi den Ridgeback SUV. Deshalb gehe ich zu jemanden der Hunde hat weil er Hunde braucht. Dort kaufe ich den Hund. Meinen Hund, meinen Partner und Bruder für die nächsten 12 Jahre (kann auch eine Schwester sein). Niemals würd ich in ein Tierheim gehen und mir von dort einen Hund holen, der nicht für mich bestimmt ist. So würde ein Hund nicht handeln. Tun sie es auch nicht.

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Nehmen sie ihren Welpen nur mit 8 Wochen zu sich und auch nur dann, wenn die Elterntiere die ersten 8 Wochen bei ihm waren und wirklich alles nach artgerechtem Standard ablief. Welpen brauchen viel Platz und müßen drinnen und draußen unterscheiden können. Si sollen aufgeweckt und neugierig auf Neues reagieren, nicht scheu und nicht aggressiv in neuen Situationen handeln. Je entspannter und selbstsicherer, desto besser für uns.
Scheue Hunde sind kontrollsüchtig, sie sind schwierig und fordern sehr viel mehr Abreit und klare Führung als ein selbstsicherer Hund.

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Der spätere Haupterziehungsberechtigte sollte auch die erste Woche dringend beim Welpen auf dem Boden schlafen.
Nicht die Kinder, der Papa.
Mit der 8. Woche setzt der Altrüde mit der Erziehung ein. Ein faszinierendes erlebnis für mich, wie Ida sich 14 TAge völlig aus der Erziehung des jungen Rüden herausgehalten hat, bis zur 12. Woche, wenn die Orientierungsphase vorbei war, hat sie auch kaum gespielt. Ab der 12. Woche war sie dann mit dabei.
Derjenige, der am Boden schläft, geht abends nich einmal spät mit dem Kleinen raus, stellt sich den Wecker, weckt den Hund in der Nacht. Junge Hunde müßen dann pinkeln, deshalb nehemn sie den KLeinen mit raus, wenn sie fertig sind können alle weiterschlafen.

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Sie haben sich ja von keinem schlechten Züchter, dem Hundehändler eine Box aufschwätzen lassen. Der Welpe soll Sie als erstes sehen wenn er die Augen aufmacht, er soll Sie riechen, schmecken, belecken, beißen (ihm spielerischen Rahmen) und Sie mit all seinen Sinnen kennenlernen dürfen. Artgerechtes Spiel ist unerläßlich.

Diese Zeit ist nie mehr nachholbar. Nutzen sie sie.
Lassen sie sich nicht verführen in einer Weltrettungsaktion einen Welpen aus dem Tierschutz zu nehmen, tun sie es dem Hund nicht an gerettet zu werden.

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Nach zwei Tagen sollte dann dringend damit begonnen werden Kommunikationswege aufzubauen.

Die Frage: „wie lange darf ich einen Welpen alleine lassen?  ist schnell beantwortet: „Gar nicht, er ist ein Welpe“.
Sie müßen sich aber nicht von ihm kontrollieren lassen. Wenn sie ihre Ruhe wollen und auch mal kurz Wohnung oder Haus verlassen ist das auch unter Hunden üblich (Rangordnungsparameter). Der Chef darf mal gehen, der andere nicht.

Nehmen sie von Anfang an qualifizierten Einzelunterricht, lassen sie sich nicht in Gruppen zum Narren halten, da kommt niemals ein Beziehungsaufbau zustande. Nehmen sie Einzelunterricht, bei dem idealerweise die komplette Familie eingebunden ist. Jeder muß seinen Platz kennen, wisen wie der Hund ihn dort sieht und erwartet, seine Befugnisse kennen. Ist das der Fall wird alles absolut megaeinfach und macht einfach Spaß.

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Einzelunterricht ist dringend notwendig. Gruppenunterricht überfordert Welpen komplett, sie können die nötige Konzentration noch nicht aufbringen um eine echte Kommunikation und Bindung aufbauen zu können.
Gruppen sind zum Toben und Spielen da, nicht um Konzentration aufzubauen.

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Da man mit Welpen keine 60 Minuten am Stück arbeiten kann, sondern man seriöserweise solange arbeitet, wie die Kleinen sich konzentrieren können, kann es sein, daß man öfter trifft, bis Welpe und Familien-Rudel sich geeinigt haben. Hat der Mensch es verstanden, kann der Welpe keinen Fehler mehr machen.
Schwierig wird es in den nachfolgenden Reifeprozeßen (Rangordnungsphase) sowieso, da sind sie um jede Basis froh, die sie in der Zeit in der ihr Welpe ihnen alles gecshenkt hat froh. Werfen sie das Geschenk nicht weg. Es ist sehr wertvoll. Halten sie ihren Welpen nicht für ein Baby, er ist reifer als sie glauben und da das Welpentestprogramm genetisch mitgegeben wird, muß der Hund es nicht erlernen. Der Mensch ist von soviel Pragmatoismus oft auch deshalb überrascht weil er selbst im Kindchenschema schwelgt und den Hund und seinen Entwicklungsstand unterschätzt.

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Ein kleiner Tipp noch für den Alltag: in der Natur tauscht man nicht. Niemand gibt um etwas dafür zu erhalten im Sinne eines Handels. Der Tausch ist Teil des Sozialsystems. Ich nehme meinen PLatz ein, dann weißt du wo deiner ist.
Wenn sie von ihrem Welpen etwas wollen, dann nehmen sie es sich auch. Ihr Welpe erwartet das von ihnen als Gegenleistung erhält er einen sicheren Platz als Welpe in der Schutzgemeinschaft. Weil sie zuverlässig etwas für sich beanspruchen können, vertraut ihnen ihr Welpe auch. Ihr Welpe hat den Teppich im Mund: Aus! den bekommst du nicht. Ende der Durchsage. Braucht er etwas zu kauen, bekommt er etwas zu kauen, aber Nicht! weil es so böse ist dem Kleinen Kind etwas wegzunehmen. Der Tausch dient dem Menschen und dessen Kindchenschema das der Mensch damit besänftigt. Der Hund will nur wissen ob er über einen Gegenstand verfügen darf oder nicht. Ich hätte meinem Hund gelernt: wenn du in den Teppich beißt kommst du zu einem Kauknochen. Tolle Lektion.

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Lassen sie sich eines gesagt sein, aus einem Welpen der verwöhnt wurde und dem man seine Grenzen nicht gezeigt hat ist noch nie ein guter Hund geworden. Ein Welpe, der seine genetischen Tabus nicht erklärt bekommen hat, bleibt lebenslang ein sozial desorientiertes Tier, er wird sich im Programm von Scheu und Aggression verlaufen und keine adäquate Lösung finden.
Die Frage ob ihr Hund seinen Reifeprozeß durchlaufen kann, ob seine Seele, sein Charakter sich voll entwickeln kann oder nicht, wird in den ersten Wochen beantwortet. Und es sind ausschließlich SIE, die diese Weichen stellen können. Wenn sie glauben „ein Welpe soll erst seine Kindheit genießen“ der „Ernst des Lebens kommt nich früh genug“, tun sie ihrem Tier böses Unrecht an. Die Natur läßt ihn zu ganz klar vorbestimmten Zeitpunkten ganz klar vorbestimmte Fragen stellen und er hat ein Recht dazu, diese artgerecht vom Menschen in seiner Verstehenswelt beantwortet zu bekommen. DAS ist Tierschutz, alles andere ist es nicht.

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Verbindung zur Natur geschieht immer Rudelintern, sie entsteht nur im engen Kontakt mit dem Tier in dessen Welt mit dessen Sprache. Niemals indem man sich um sich selbst lümmert und nach seiner Moral oder seinem Gewisssen handelt. Beides Existiert in der Natur nicht.

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Ein Welpe ist ein Welpe bis sein Zahnwechsel ihm ermöglich sich selbst Futer zu verschaffen, hier ist ein natürlicher Übergang von der Welpenzeit, in der Nähe und Distanz noch auf eine ganz spezielle Art verteilt und bestimmt wird, zur Junghundezeit, die sofort mit den Anforderungen der Erwachsenenwelt einsetzt, jedoch Übungszeit sein darf.