{"id":1326,"date":"2015-07-08T22:51:12","date_gmt":"2015-07-08T20:51:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.hubert-asam.de\/?page_id=1326"},"modified":"2020-09-02T15:34:16","modified_gmt":"2020-09-02T13:34:16","slug":"rangordnung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.hubert-asam.de\/?page_id=1326","title":{"rendered":"RangOrdnung"},"content":{"rendered":"<p>[et_pb_section][et_pb_row][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243;][et_pb_image admin_label=&#8220;Bild&#8220; src=&#8220;http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/IMG_2831.jpg&#8220; show_in_lightbox=&#8220;off&#8220; url_new_window=&#8220;off&#8220; animation=&#8220;left&#8220; sticky=&#8220;off&#8220; align=&#8220;left&#8220; force_fullwidth=&#8220;off&#8220; always_center_on_mobile=&#8220;on&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220; \/][\/et_pb_column][et_pb_column type=&#8220;1_2&#8243;][et_pb_text admin_label=&#8220;Text&#8220; background_layout=&#8220;light&#8220; text_orientation=&#8220;left&#8220; use_border_color=&#8220;off&#8220; border_color=&#8220;#ffffff&#8220; border_style=&#8220;solid&#8220;]<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><br \/>\nRangordnung<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Rangordnung ist ein wesentlich komplexeres Gebilde, als der Mensch sich lange dachte.<br \/>\nWie so oft, ist der Blick auf die Tierwelt kulturell gefiltert und so lange der Mensch selbst, sich in Territorial- oder Glaubensk\u00e4mpfen bedroht und verwickelt sah, hat er auch Rangordnungsverhalten der Tiere, gerade die aggressiven Anteile davon, rein milit\u00e4risch hierarchisch betrachtet.<br \/>\nEs ist das Privileg meiner Generation, die im Frieden leben durfte, einen offeneren Blick auf die Rangordnung unter Tieren werfen zu d\u00fcrfen.<br \/>\nMein Forschungsgebiet war ja nicht der Wald und der Wolf und der \u00dcberlebens&#8220;kampf&#8220;, *\u00a0 es war die Menschen Familie und der Hund.\u00a0 Bereits Eberhard Trumler hat auf den komplexen und von sehr verantwortungsvollen hochsozialen Antrieben bei der Rangordnungsbildung hingewiesen.<br \/>\nKonrad Lorenz hat ein echtes Standardwerk mit seiner &#8222;Naturgeschichte der Aggression&#8220; geschaffen. Interessanterweise bleibt der Hund, gerade weil er so nah am Menschen lebt, das wissenschaftlich am schlechtesten untersuchte Tier und damit der Vermenschlichung voll ausgesetzt.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Der entscheidende Aspekt, der f\u00fcr soziale Tiere im Vordergrund steht ist nicht der Rang, es ist die Ordnung.<br \/>\nDeshalb finden sie bei mir auch die orthografisch nicht korrekte Schreibweise RangOrdnung.<br \/>\nDenn es ist die Ordnung, die ihr Hund, ihr Pferd braucht. Dass sie den einen bestimmten Rang dazu ben\u00f6tigen, die Ordnung herzustellen, hat weniger mit ihrer aggressiven Grundhaltung und Durchsetzung in K\u00e4mpfen zu tun, als mit dem Bewu\u00dftsein des Tieres f\u00fcr soziale Rollen, wenn sie es schaffen, dem genetisch vorgepr\u00e4gten Verst\u00e4ndnis des Hundes f\u00fcr ihre Rolle zu entsprechen, ist das &#8222;K\u00e4mpfen&#8220; nicht n\u00f6tig, sie haben die Welpenzeit des Hundes zur Verf\u00fcgung dem Jungen zu zeigen dass sie das k\u00f6nnen und dann gibt es keinen Grund zu k\u00e4mpfen. Der Reifeprozess des Hundes l\u00e4\u00dft ihn dann zwar die &#8222;Regelung aus der beh\u00fcteten Kindheit&#8220; \u00fcberpr\u00fcfen, aber das sind keine hierarchischen Schwierigkeiten, das sind normale Entwicklungsfragen innerhalb einer Sozialgemeinschaft.<br \/>\nSie k\u00f6nnen die Zeit in der Ihr Hund die Ordnung nur sehen will und sie nicht hinterfr\u00e4gt also perfekt nutzen um den Rest des Zusammenlebens geordnet zu verbringen. Sie haben dann nur mit der Ordnung, nicht aber mit der Rangfrage zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Die Rolle desjenigen, der die Ordnung feststellt und den Rang aussucht ist festgeschrieben. Das Tier hat per Genetik eingestanzt, wie derjenige sich zu verhalten hat. Genau so wie das bei uns Menschen ist.<br \/>\nSoziale Grundrollen und Vorstellungen sind auch uns angeboren.<br \/>\nArchetypen wie &#8222;die alte Weise&#8220;, &#8222;der Krieger&#8220;, die Mutter sind uns kollektiv mitgegeben, das mu\u00df ein Mensch sich nicht ausdenken. Das hat sich die Menschheit f\u00fcr ihn ausgedacht.<br \/>\nEin Hund hat die typischen Rollen des Mitl\u00e4ufers, des Polizisten (Beta), des Chefs angeboren, hat auch selbst eine Grunddisposition, die ihn auf eine dieser Rollen perfekt vorbereitet. In einer perfekten Traumwelt w\u00fcrde er dann auch zu dem Posten kommen, f\u00fcr den er genetisch vorbereitet ist, in der realen Welt mu\u00df er sich mit dem Posten begn\u00fcgen, der frei ist und manchmal abwarten bis seine Zeit gekommen ist.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>RangOrdnung wird also nicht \u00fcber rein hierarchische Vorg\u00e4nge geschaffen, es ist vielmehr eine Vielzahl von kleinen und sehr unwichtig erscheinenden Vorg\u00e4ngen im 24Stunden Rudel-Familienleben eines Hundes.<br \/>\nDie Ordnung entsteht, indem derjenige der eine soziale Rolle einnimmt, diese auch 24 Stunden ausf\u00fcllt.<br \/>\nDas schafft Ordnung, Sicherheit und Verbindung. Wer nicht Chef seines Hundes sein will hat also nur die Ordnung und Verbindung die der Hund ihm zugesteht, je nach Grunddispositiion des Hundes, kann das auch sehr wenig sein.<br \/>\nEin Hundechef l\u00e4\u00dft sie im Alltag sp\u00fcren wie wenig sie zu sagen haben.<br \/>\nSieht Ihr Hund sie als Mitl\u00e4ufer, sie wollen aber der Chef sein, KANN er gar nicht folgsam sein, er versteht sie schlicht und ergreifend nicht.<br \/>\nDa k\u00f6nnen sie 7 mal die Woche auf den Hundeplatz gehen und \u00dcbungen mit ihrem Hund machen im Ernstfall Alltag werden sie keine Aufmerksamkeit erreichen k\u00f6nnen. Und wenn sie ihn noch so sehr f\u00fcr das Platz machen belohnen.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Auch aggressives Verhalten wie Disziplinierungen oder Unterwerfungen w\u00fcrden aus Ihnen noch lange keinen Chef machen, sie w\u00e4ren ein aggresiver Mitl\u00e4ufer und damit h\u00e4tten sie zwar auf ihren (gedachten) Rang hingewiesen, aber keine nat\u00fcrliche Ordnung hergestellt.<br \/>\nDie Bildung von Rangordnung, hat auch etwas mit Reifeprozessen zu tun, zum einen die nat\u00fcrlichen, an Zeit gebundenen, zum anderen die sozialen, an Erfahrung gebundenen.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Das hei\u00dft: ein Welpe oder Kind darf keine Verantwortung tragen, das w\u00e4re unnat\u00fcrlich und gef\u00e4hrdet alle Mitglieder der Gemeinschaft.<br \/>\nEin unerfahrener Erwachsener (Tierschutzhund) auch nicht, er kann die aufgeb\u00fcrdete Last nicht tragen.<br \/>\nGerade unerfahrene Exemplare, die zuviel Verantwortung tragen m\u00fc\u00dfen, neigen zu \u00fcbertriebener Kontrolle (egal ob dominant \u00fcber Aggression oder subdominant \u00fcber Scheu ausgef\u00fchrt), so macht soziales Miteinander keine Freude und so wird man als Gemeinschaft auch nicht erfolgreich sein.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Hunde haben einige wenige Kommunikationsparameter, mit denen sie jedoch in der Lage sind permanent die Ordnung und, in zweiter Linie, den Rang zu pr\u00fcfen.<br \/>\nJeder hat seinen PLATZ in der Gemeinschaft. Hunde und Pferde vereibaren den sozialen Platz physisch.<br \/>\nDas hei\u00dft nichts anderes als dass Positionierungsarbeit nach artgerechten und verhaltensbiologischen Prinzipien die Nummer 1 der RangOrdnungsma\u00dfnahmen ist.<br \/>\nMonty Roberts ist einer der ersten\u00a0 gewesen, der eine solche Arbeit mit Pferden in die breite \u00d6ffentlichkeit getragen hat.<br \/>\nAber an sich &#8222;wei\u00df&#8220; jeder, der jemals einen Hund oder ein Pferd besessen hat, wie entscheidend die Fragen von SITZ, FUSS, PLATZ f\u00fcr ein Zusammenleben sind. Bewegung ist ein Privileg wie vieles andere auch.<\/p>\n<p>Wer mit seinem Tier in dessen Welt kommunizieren will und RangOrdnung erreichen will, mu\u00df unbedingt mit diesen Parametern arbeiten. Fakt ist: je genauer und erfahrener sie selbst dabei sind, desto weniger m\u00fc\u00dfen sie aggressiv ordnen. Sind sie erfahren, wird ihr Hund sie sowieso in einer bestimmten Rolle sehen wollen.<br \/>\nSind sie es nicht, werden sie sich erst qualifizieren m\u00fc\u00dfen.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>Der RANG-Teil des Zusammenlebens ist eher durch qualifiziertes Alltagsleben zu erreichen als durch Rangk\u00e4mpfe. Sollten sie den Alltag inkonsequent nach Menschenart gestalten, k\u00f6nnen sie machen was sie wollen, die W\u00e4chter in der Welt des Hundes, werden die Tore geschlo\u00dfen halten, gleichg\u00fcltig wie sehr sie sich bem\u00fchen vermenschlicht &#8222;Streng&#8220; zu sein.<br \/>\nDas schafft keine RangOrdnung. Es wird sie nur frustrieren.<br \/>\nEs ist ihr Alltagsleben, ihre klare, kluge Stellungnahme zu Fragen von Beute und Territorium, Bewegung und sozialer Kontrolle und ob sie ihren Hund selbstsicher in ihr Leben integrieren, die ihnen dann auch den Rang gibt, den sie brauchen um Ordnung zu schaffen.<br \/>\nDie Tests ihres Tieres fallen dann gering aus, egal welchen Charakter und welche soziale Grunddisposition ihr Tier mitbringt.<\/p>\n<h2><a href=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-264\" src=\"http:\/\/www.hubert-asam.de\/WP\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/logo100sw.jpg\" alt=\"logo100sw\" width=\"100\" height=\"58\" \/><\/a><\/h2>\n<p>*bereits dieses Wort beinhaltet den Kampf, obwohl es lediglich um den Erwerb von Nahrung durch Jagd geht, wenn man das Leben von L\u00f6wen oder W\u00f6lfen betrachtet, ist die Jagd zwar der entscheidende \u00dcberlebensmoment und Verhalten das dort gebraucht wird, spiegelt sich auch im Sozialleben wieder, nur ist das Alltagsleben eines Rudels eher von M\u00fc\u00dfiggang, Spiel und jeder Menge &#8222;Beziehungszeit&#8220; gepr\u00e4gt, ich kenne kaum eine Menschenfamilie, die so viel gemeinsame Zeit miteinander verbringt um die Beziehungen und die sozialen Rollen zu festigen und zu genie\u00dfen. Da wird das gemeinsame Abendessen schon zum Problem, das g\u00e4be es unter Hunden nicht.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><div class=\"et_pb_section et_pb_section_0 et_section_regular\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_row et_pb_row_0 et_pb_row_empty\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div> Rangordnung &nbsp; Rangordnung ist ein wesentlich komplexeres Gebilde, als der Mensch sich lange dachte. 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